Am Donnerstag beginnen auf dem Beetzsee in Brandenburg die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften im Rudern. Die Regattastrecke auf dem Beetzsee zählt zu den modernsten in ganz Deutschland und durfte zuletzt 2016 die Europameisterschaften im Rudern austragen. Allerdings ist sie auch berühmt-berüchtigt für oftmals starken Seitenwind, der das Rudern auf der Strecke schnell äußerst anspruchsvoll macht. In den Altersklassen U17, U19 und U23 rudern die besten deutschen Nachwuchsruderer und –ruderinnen um die begehrten Lorbeerblatt-Medaillen. Der Ruderverein Waldsee ist mit drei Sportlerinnen in der Altersklasse U17 vertreten.

Über die 1500-Meter-Strecke wollen Lucie Rieunau, Sina Scheffold und Tabea Wieland jeweils im Einer versuchen um die nationalen Spitzenpositionen mitzurudern – bei dem starken Meldefeld kein einfaches Unterfangen. Lucie Rieunau startet bei den „schweren“ Juniorinnen B (U17), das bedeutet ein Körpergewicht von mehr als 57,5 Kilogramm. Im 20-Bootefeld wird die französische Austauschschülerin, die den Sommer über in Bad Waldsee ist und für den Ruderverein Waldsee startet, versuchen möglichst weit zu kommen. Mit den starken Ergebnissen aus den letzen Regatten im Rücken, wird sie selbstbewusst in die Meisterschaft starten.

Sina Scheffold und Tabea Wieland starten hingegen im „leichten“ Juniorinnen-Einer B (U17). Sie liegen also unter der Gewichtsgrenze von 57,5 Kilogramm. 17 Boote haben für dieses Rennen gemeldet und kämpfen um den Meistertitel.

Sina Scheffold, die bereits im Kinder-Bereich auf dem Bundesentscheid startete, kennt sich mit großen Regatten wie den Meisterschaften, also schon bestens aus. Als jüngerer Jahrgang im U17-Bereich wird es jedoch ein hartes Stück Arbeit für sie, sich ab Donnerstag dann gegen die 16 Konkurrentinnen durchzusetzen, allerdings sind vordere Plätze sicher nicht aussichtslos.

Als dritte im Bunde startet Tabea Wieland für den Ruderverein Waldsee. Sie ist der „Neuling“ in der Gruppe, da sie erst seit knapp eineinhalb Jahren rudert. Für sie ist es die erste Meisterschaft auf der sie startet und das gleich im Einer, obwohl sie erst Anfang Juni ihr erstes Einerrennen gerudert ist – dieses aber gleich gewinnen konnte. Für sie wird es vor allem wichtig sein Erfahrung im Einer zu sammeln, speziell im Kleinboot gehört Erfahrung nämlich zu den wichtigsten Eigenschaften.

Trainer Michael Wiest, der die Sportlerinnen auf die Meisterschaft begleitet schaut entspannt voraus: „Ich bin gespannt, wie sich die Mädchen schlagen werden. Es ist extrem schwer im Kleinboot-Bereich auf nationaler Ebene was zu reißen. Ich hoffe dass die Mädchen tolle Rennen rudern und dann schauen wir, was am Ende raus springt!“.

Der Ruderverein Waldsee wünscht allen drei Ruderinnen viel Erfolg und Glück auf den Deutschen Meisterschaften.